Sunday, September 05, 2010
   
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I made my day

Heute morgen: Trübes, verregnetes Wetter bei maximal 6°C, garniert mit einer leichten Erkältung und dazu das Ziel vor Augen 10 (in Worten: zehn) Kilometer zu laufen. Null Bock, das gab mir mein Körper schon beim Einlaufen zu verstehen. Wird wohl heute nichts mit sub42 und einem tollen Lauferlebnis.

Dresden MarathonDer Start war bei 7.000 Läufern wieder eine Sache für sich. Wenn man hier nicht aufpasst, kassiert man einen Ellenbogen und stürzt oder rutscht auf den glatten Straßenbahnschienen aus. Irgendwie habe ich mich nach 500 Meter ein wenig links aus der Masse befreien können und zog das Tempo an. Meine GPS-Uhr zeigte mir schon 50 Meter Rückstand zum virtuellen Laufpartner an, der die voreingestellte Zeit von 41:30 min läuft. Zwischen Marien- und Augustusbrücke konnte ich aber ordentlich aufholen und lag dann auf Kurs. Schön, wie viele Zuschauer bei diesem Wetter doch den Weg an die Hofkirche gefunden haben und uns nun zujubelten. Am Terrassenufer war ich mit zeitweise 3:40-4:00 min/km zu schnell unterwegs und bremste mich herunter. Zu diesem Zeitpunkt rannte mein virtueller Laufpartner über 150 Meter hinter mir.

Bei der Schleife über die Ziegeleistraße spielten zwar wieder zwei Samba- und Trommlerbands, die ordentlich einheizten, aber ich bekam nun auch ein paar Probleme mit der Luft. Ich versuchte gleichmäßiger ein- und auszuatmen, aber meine Atemwege waren ein wenig belegt. "Zähne zusammenbeißen und weiter gehts", versuchte ich mich zu motivieren. Nun ging es über die Carolabrücke wieder auf die Neustädter Seite. Obwohl ich früher gern am Königsufer langgelaufen bin, war es heute total öde und kaum Zuschauer feuerten uns an. Der schwerste Teil des Laufes begann. Zwischen Kilometer 7 und 9 hatte ich richtig zu kämpfen und mein Vorsprung schmolz auf wenige Meter zusammen. Aber jetzt ging es wieder auf die Augustubrücke. Ein paar Meter geringe Steigung und dann die Zuschauer genießen. Vor der Hofkirche konnte ich aufdrehen und überholte einige Läufer. Dresden-Marathon 2009Auf der Geraden zum Congresszentrum heftete ich mich an einen schnellen Läufer dran und lief dem Ziel entgegen. Noch 200 Meter. Ich setze zum Sprint an und werde frenetisch von den Zuschauen nach vorn gepeitscht (DANKE!!!). Ich überholte noch 4 oder 5 Läufer und die Zieluhr zeigte 42:01 Minuten an.

Wollte ich nicht unter 42 Minuten bleiben? Richtig, das habe ich auch geschafft. Es zählt ja nicht die Brutto- sondern die Nettozeit und die lag bei 41:44 min. Also alles erreicht, was ich erreichen wollte. Mehr wäre heute auf keinen Fall drin gewesen. Aber Platz 80 von 1730 Läufern (nur 10km-Strecke) und Platz 29 (von 237) in meiner Altersklasse ist schon fett. Fazit: Es gibt Tage, die fangen bescheiden an und werden trotzdem gut. I made my day.

Viele Grüße an meine Lauffreunde, besonders die Dresdner Twitterer, und Glückwunsch zu Euren tollen Zeiten!

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