Friday, July 30, 2010
   
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Im Herbst ein Halbmarathon

Das Frühjahr war sehr durchwachsen. Aufgrund von 2-3 Erkältungen, denen sich Laufpausen über mehrere Wochen anschlossen, wurde nichts aus der geplanten Teilnahme am Dresdner City-Lauf. Nun läuft es seit einigen Wochen richtig gut - mit 35 bis 45 Wochenkilometern. Nun steht bald der Ostseeurlaub an und dann im Herbst der Umzug. Trotzdem hoffe ich dieses Jahr noch einen Halbmarathon zu laufen. Ziel: Noch keine Ahnung. Grob, zwischen 2:00 h und 1:45 h.

Aktuelle Trainingsdaten
   

Auf ein neues!

Das neue Jahr ist da und die läuferischen Ziele stehen ebenso fest: Bis zum Herbst möchte ich einen Halbmarathon (21,1 km) in 1:40 bis 1:35 h laufen. Bis dahin muss aber der Winterspeck runter und das Trainingspension wieder erhöht werden. Der vermutlich erste Wettbewerb 2010 wird der City-Lauf am 21.03. in Dresden sein. Ich habe mich erst einmal für die 10-km-Distanz angemeldet und werde mal schauen, welche Zielzeit ich für diesen Lauf anpeilen kann. Also dann, keep on running!
   

Bilder vom Dresden Marathon

Achja, hier noch die Bilder vom Dresden-Marathon im Oktober. Die Fotos vom Schlußsprint (mit dem blau gekleideten Läufer) sind am besten :) Schmerzverzerrtes Gesicht bei 24 km/h - aber am Ende das Duell gewonnen.
   

I made my day

Heute morgen: Trübes, verregnetes Wetter bei maximal 6°C, garniert mit einer leichten Erkältung und dazu das Ziel vor Augen 10 (in Worten: zehn) Kilometer zu laufen. Null Bock, das gab mir mein Körper schon beim Einlaufen zu verstehen. Wird wohl heute nichts mit sub42 und einem tollen Lauferlebnis.

Dresden MarathonDer Start war bei 7.000 Läufern wieder eine Sache für sich. Wenn man hier nicht aufpasst, kassiert man einen Ellenbogen und stürzt oder rutscht auf den glatten Straßenbahnschienen aus. Irgendwie habe ich mich nach 500 Meter ein wenig links aus der Masse befreien können und zog das Tempo an. Meine GPS-Uhr zeigte mir schon 50 Meter Rückstand zum virtuellen Laufpartner an, der die voreingestellte Zeit von 41:30 min läuft. Zwischen Marien- und Augustusbrücke konnte ich aber ordentlich aufholen und lag dann auf Kurs. Schön, wie viele Zuschauer bei diesem Wetter doch den Weg an die Hofkirche gefunden haben und uns nun zujubelten. Am Terrassenufer war ich mit zeitweise 3:40-4:00 min/km zu schnell unterwegs und bremste mich herunter. Zu diesem Zeitpunkt rannte mein virtueller Laufpartner über 150 Meter hinter mir.

Bei der Schleife über die Ziegeleistraße spielten zwar wieder zwei Samba- und Trommlerbands, die ordentlich einheizten, aber ich bekam nun auch ein paar Probleme mit der Luft. Ich versuchte gleichmäßiger ein- und auszuatmen, aber meine Atemwege waren ein wenig belegt. "Zähne zusammenbeißen und weiter gehts", versuchte ich mich zu motivieren. Nun ging es über die Carolabrücke wieder auf die Neustädter Seite. Obwohl ich früher gern am Königsufer langgelaufen bin, war es heute total öde und kaum Zuschauer feuerten uns an. Der schwerste Teil des Laufes begann. Zwischen Kilometer 7 und 9 hatte ich richtig zu kämpfen und mein Vorsprung schmolz auf wenige Meter zusammen. Aber jetzt ging es wieder auf die Augustubrücke. Ein paar Meter geringe Steigung und dann die Zuschauer genießen. Vor der Hofkirche konnte ich aufdrehen und überholte einige Läufer. Dresden-Marathon 2009Auf der Geraden zum Congresszentrum heftete ich mich an einen schnellen Läufer dran und lief dem Ziel entgegen. Noch 200 Meter. Ich setze zum Sprint an und werde frenetisch von den Zuschauen nach vorn gepeitscht (DANKE!!!). Ich überholte noch 4 oder 5 Läufer und die Zieluhr zeigte 42:01 Minuten an.

Wollte ich nicht unter 42 Minuten bleiben? Richtig, das habe ich auch geschafft. Es zählt ja nicht die Brutto- sondern die Nettozeit und die lag bei 41:44 min. Also alles erreicht, was ich erreichen wollte. Mehr wäre heute auf keinen Fall drin gewesen. Aber Platz 80 von 1730 Läufern (nur 10km-Strecke) und Platz 29 (von 237) in meiner Altersklasse ist schon fett. Fazit: Es gibt Tage, die fangen bescheiden an und werden trotzdem gut. I made my day.

Viele Grüße an meine Lauffreunde, besonders die Dresdner Twitterer, und Glückwunsch zu Euren tollen Zeiten!
   

Noch ne Schippe drauflegen?

Vor über 6 Jahren bestritt ich beim Dresdner Sommernachtslauf meinen ersten Lauf-Wettkampf überhaupt und beendete ihn mit einer Laufzeit von 53:34 Minuten. 2004 musste ich verletzungsbedingt den Laufsport beenden und konnte danach den inneren Schweinehund nicht mehr überwinden. Dieses Jahr habe ich wieder mit dem Laufen begonnen und völlig überraschend gleich den ersten Volkslauf über 10 km mit 45:39 Minuten abgeschlossen. Vor zwei Wochen gelang es mir nun beim Tharandter Wald-Lauf die magische 45-Minuten-Grenze zu durchbrechen.

Nun muss das nächste Ziel her: Am 18. Oktober starte ich beim Dresden-Marathon wieder über die 10-Kilometer-Distanz. Unter 42 Minuten zu bleiben, das wäre schon ein Traum! Aber das wird richtig, richtig schwer noch einmal 2 Minuten schneller zu laufen. Es bedeutet für jeden der 10 Kilometer nur knapp über 4 Minuten zu benötigen. Das ist schon verdammt schnell für meine Gewichtsklasse!

Die Chancen stehen realistisch Fifty-Fifty. Positiv dürfte sich auswirken, dass der Belag beim Tharandter Wald-Lauf mit seinen lockeren Steinen und Baumwurzeln doch sehr schwierig zu laufen war. Der ebene, asphaltierte Boden beim Dresden-Marathon wird auf jeden Fall die Geschwindigkeit steigern. Andererseits könnte ein starker Wind an der Elbe diesen Vorteil wieder wettmachen.

Hier mal ein Vergleich der Endzeiten und Paces:

Datum 29.08.2003 14.06.2009 12.09.2009 18.10.2009
Wettkampf Sommernachtslauf Dresdner Stadtlauf Tharandter Wald-Lauf Dresden-Marathon
Distanz 10,00 km 10,00 km 10,00 km 10,00 km
Endzeit 53:34 min 45:39 min 43:48 min 41:50 min (Plan)
Geschwindigkeit 11,21 km/h 13,14 km/h 13,69 km/h 14,34 km/h (Plan)
Pace 5:21 min/km 4:34 min/km 4:23 min/km 4:11 min/km (Plan)
Veränderung
+ 14,7 % + 4,1 % + 4,4 % (Plan)

Mal schauen ob ich es schaffe. Es macht unglaublich Spaß an die Grenzen gehen und den Körper noch besser zu trainieren. Packen wir´s an!

Keep on running!

   

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